Suche nach Mann (69) ohne Erfolg – Personensuche im Bereich Heilbrünnl

230 Einsatzkräfte suchten am Montagabend beim Heilbrünnl nach dem vermissten Mann.

Von der Feuerwehr Grabitz waren alle UG-Mitglieder im Einsatz.

Bericht von Thomas Mühlbauer und Bastian Schreiner, Ausgabe vom: 16. Mai 2017, Mittelbayerische Zeitung

RODING.Weiterhin keine Spur gibt es von dem 69-jährigen Mann aus dem Stadtgebiet Roding. Die großangelegte Suchaktion am Montagabend blieb ohne Erfolg. Auch am Dienstag kann die Polizei auf Nachfrage keine Neuigkeiten verkünden. Da der Mann bereits seit fünf Tagen vermisst ist, schätzt die Polizei die Chancen, ihn noch lebend aufzufinden, sehr gering ein.

„Wir prüfen, welche Maßnahmen noch sinnvoll sind. Eine große Aktion wird es vorerst nicht mehr geben“, informierte der stellvertretende Inspektionsleiter Rino Tusche am Dienstagvormittag im Gespräch mit unserem Medienhaus. Die Polizei werde zudem noch einige Daten auswerten.

Familienangehörige meldeten den 69-Jährigen am Montag gegen 18 Uhr bei der Rodinger Polizei als vermisst, weil er seit einigen Tagen nicht mehr gesehen worden war. Außerdem sei der Postkasten übergequollen. Das Auto des Vermissten konnte nach einem Hinweise am unteren Heilbrünnl-Parkplatz gefunden werden. Infolgedessen ließ die Polizei gegen 19.25 Uhr mehrere umliegende Feuerwehren zur Personensuche beim Heilbrünnl alarmieren.

Hubschrauber angefordert

Zunächst waren rund 150 Einsatzkräfte vor Ort. Neben den Feuerwehren wurden auch die Wasserrettung, DLRG, BRK sowie die Bergwacht zum Einsatzort beordert. Zudem war ein Polizeihubschrauber aus Roth mit integrierter Wärmebildkamera im Einsatz. Schnell wurde klar, dass die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet nicht ausreichen werden. Deshalb wurden die Wehren aus Kirchenrohrbach, Dieberg, Beucherling, Reichenbach und Walderbach nachalarmiert.

Am unteren Heilbrünnl-Parkplatz richteten die Unterstützungsgruppe Katzbach-Loibling und das Rote Kreuz die Einsatzzentrale ein, um von hier aus den Einsatz auch zu koordinieren. Die Koordination der Feuerwehrler übernahm Kreisbrandinspektor Marco Greil zusammen mit Kreisbrandmeister Hubert Hofweber und dem Mitterdorfer Kommandanten Florian Hierl. Abgestimmt wurde die Aktion mit dem stellvertretende Rettungsdienstleiter Dominik Lommer und dem stellvertretenden Dienststellenleiter der Polizei Roding, Rino Tusche. Mithilfe von Karten und speziellen Computerprogrammen wurde das Suchgebiet eingegrenzt.

Die Kräfte suchten auf beiden Seiten des Flusses nach dem 69-Jährigen. Abschnittsweise wurden auch Boote eingesetzt. Von der Sackmann-Brücke bis zum Wiesinger Wehr waren die Boote der Feuerwehr Roding, der Wasserwacht Roding und der DLRG aus Blaibach aktiv. Von Wiesing bis nach Dicherling wurden die Boote der Wasserwacht Cham und Katzbach sowie das Boot der Feuerwehr Mitterdorf eingesetzt. Den Abschnitt von Dicherling bis Walderbach übernahmen die Kräfte der DLRG Rötz und Furth im Wald mit ihren Booten. Insgesamt wurden so rund neun Flusskilometer unter die Lupe genommen. An beiden Seiten des Regenufers waren die freiwilligen Helfer zu Fuß unterwegs.

Außerdem rückte die Bergwacht mit ihren Coptern an, um auf der Imhof-Insel Ausschau zu halten. Wie Einsatzleiter Marco Greil wissen ließ, beteiligten sich an der Suchaktion sämtliche Kräfte der Wasserrettung aus dem Landkreis Cham. Insgesamt waren rund 230 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt.

Suchhunde im Wald unterwegs

Mit einbrechender Dunkelheit wurde es immer schwieriger, das große Gebiet zu durchforsten. Deshalb entschied man sich gegen 22 Uhr, die Suche abzubrechen. Einzig die Rettungshundestaffel Bayerwald, die mit ihren geprüften Flächensuchhunden angerückt war, setzte die Suche im Waldgebiet um das Heilbrünnl fort. Unter anderem waren der Dalmatiner „Bordercolimix“ und „Maddox“, ein spanischer Labrador, im Einsatz. Der stellvertretende Einsatzleiter Thomas Steger teilte mit, dass die Hunde dafür extra ausgebildet worden sind. Sie bewegen sich dabei frei – ohne Leine. Mit ihrem feinen Spürsinn könnten sie hilflose Menschen auffinden.

Die Hundestaffel stellte die Suche gegen 3 Uhr nachts ein. „Es waren zehn Hunde vor Ort“, berichtete Tusche. Vielleicht werde man die Hunde nach Auswertung aller Daten ein zweites Mal einsetzten. Da die Person aber bereits seit mehreren Tagen vermisst ist, sei es unwahrscheinlich, dass eine Spur gefunden werde.

Vermissten-Suche: Hunde finden Leiche

Bei der Suche nach einem vermissten 69-Jährigen in Roding finden die Einsatztrupps einen Toten im Regen.

RODING.Seit über einer Woche wird ein 69-Jähriger im Raum Roding vermisst. Gegen Freitagmittag fanden Einsatzkräfte nun eine männliche Leiche im Regen. Ob es sich dabei um den Vermissten handelt, kann die Polizei noch nicht mit Gewissheit sagen. Die Kriminalpolizei Regensburg übernimmt nun die Ermittlungen.

Nachdem die Suche nach dem vermissten Mann (69) aus dem Stadtgebiet bislang erfolglos blieb, entschied sich die Polizei, eine weitere Suchaktion zu starten. Am Freitag wurde der Regen von der Sackmann-Brücke bis zum Wiesinger Wehr mit zwei Booten von der Bereitschaftspolizei abgefahren. Abwechselnd waren vier Spürhunde im Einsatz. Die Hundeführer stammen aus den Polizeipräsidien Oberpfalz, Oberfranken und Oberbayern, lässt Rodings stellvertretender Dienststellenleiter Rino Tusche im Gespräch wissen.

Das Auto des vermissten Mannes war am Montag am unteren Heilbrünnl-Parkplatz gefunden worden.

Einsatzstelle